Landwirtschaft
Lernen & Arbeiten
Lernen & Arbeiten
Landwirtschaft

Unser landwirtschaftlicher Betrieb in Weckelweiler wird seit über 60 Jahren nach den Richtlinien des Demeter-Bundes biologisch-dynamisch bewirtschaftet.
Er umfasst ca. 50 ha, halb Grün-, halb Ackerland, eine Milchviehherde von 32 Kühen, weibliche Nachzucht und etwas Bullenmast. Auf dem Hof arbeiten zwei Landwirte und durchschnittlich ca. 14 Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Die Arbeitsmöglichkeiten auf dem Hof sind breit gefächert. Sie reichen von einfachen Arbeiten wie dem Ausmisten von Hand oder Füttern bis zu anspruchsvolleren Tätigkeiten wie Maschinenmelken oder Schlepper fahren. Hierin liegt eine Qualität der Landwirtschaft. Sie kann durch ihre Vielseitigkeit auf die individuellen Erfordernisse der Menschen eingehen ohne sinnentleerte Arbeit anzubieten.

Außer der heute notwendigen Maschinenarbeit auf dem Feld ist für jeden einsichtig, dass zum Beispiel das Rühren der biologisch-dynamischen Spritzpräparate nur von Hand möglich ist. Der Mensch wird so nicht nur als zu Betreuender gesehen, sondern als Mitarbeitender, der in die Arbeitsnotwendigkeiten und den Rhythmus der Landwirtschaft eingegliedert ist.

Besonders deutlich wird der helfende bzw. heilende Aspekt der Landwirtschaft in der Umgebungsgestaltung. Jeder Stadtmensch, der "raus ins Grüne" fährt, ist der Erholungswert eines Spazierganges bekannt. Der heilende Aspekt liegt aber nicht nur im Spazieren gehen selber, sondern das teilweise unbewusste Wahrnehmen der Naturzusammenhänge wirkt über die Sinnesorgane kräftigend auf den Menschen.

Alle Arbeiten können nicht isoliert betrachtet werden, sondern sind aufeinander abgestimmt. Als Beispiel möchte ich das Melken anführen. Während drei Menschen mit dem Melken beschäftigt sind, striegeln andere die Kühe, misten aus und füttern. Wenn nicht gründlich gefüttert wird, werden die Kühe unruhig, treten eventuell das Melkzeug ab. Dadurch entsteht bei jedem einzelnen die Einsicht der Notwendigkeit seiner Arbeit für den anderen. Nur durch die gründliche Arbeit jedes einzelnen kann der soziale Organismus "Hofgemeinschaft" gesund funktionieren.

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